Rufbus macht im Landkreis mobil – vier Seniorinnen erfahren, wie einfach es geht.

Der Rufbus im Arberland macht mobil – das erfuhren vier Seniorinnen, die ihn kürzlich vom „Blossersberg Dorfplatz“ nach Arnbruck „Haltestelle Weinfurtner“ nutzten.  Mit etwas Unterstützung durch den Vorsitzenden des Fördervereins „Go-Vit“, Wolfgang Schlüter wollten sie die am 15. Mai eingerichtete Rufbuslinie 8202 zwischen Viechtach und Bodenmais einmal ausprobieren. Ein Anruf, mindestens eine Stunde vor Fahrtantritt bei der Fahrtwunschzentrale und die Fahrt war gebucht. Pünktlich um 12:25 kam der Rufbus – ein Kleinbus. Mit ihm fuhren Rosemarie Wermke,  Maria Fuchs, Rosa Schießl und Franziska Finkner auf direktem Weg zum Ziel.

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Rosemarie Wermke bestellte die Fahrt bei der Fahrtwunschzentrale (09921-9499964). Zunächst waren alle Leitungen belegt und es kam eine Aufforderung kurz zu warten. Bald meldete sich  jedoch ein freundlicher Herr.  Er fragte nach dem Namen und der Telefonnummer und gab den Fahrwunsch in den Computer ein. Dazu benötigte er die Angabe der Linie (Viechtach -Bodenmais, Linie 8202) und die Fahrzeit (Fahrt 04 ist laut Fahrplan in der Zeit von 12.25 Uhr bis 13:32 Uhr angegeben). Dann fragte er nach den Haltestellen zum Ein- und Ausstieg und nach der Anzahl der Personen. Frau Wermke hatte sich vorab alle notwendigen Informationen aus dem Fahrplan geholt. Der Fahrplan steht derzeit auf der Homepage www.arberland-verkehr.de zur Verfügung. Er soll, so Informationen aus dem Landratsamt, demnächst auch in gedruckter Form herauskommen.

Ab Viechtach sind von Montag bis Freitag täglich 4 Fahrten nach Bodenmais angeboten.  Ab Bodenmais sind an diesen Werktagen ebenfalls vier Fahrten möglich. „Fahrt 04“startet ab Viechtach Bahnhof um 12:25 Uhr, „Fahrt 05“ ab Bodenmais um 13:55Uhr. In dem Rufbussektor sind nahezu 50 Rufbushaltestellen zwischen Viechtach und  Bodenmais ausgewiesen, an denen ein- und ausgestiegen werden kann. Die Rückfahrt konnte Frau Wermke auch gleich von ihrem Festnetztelefon buchen und bekam die Buchung mit den Abfahrtzeiten für die Hin- und Rückfahrt bestätigt.

Pünktlich um 12:25 Uhr trafen sich die Seniorinnen an der Haltestelle „Blossersberg Dorfplatz“. Bald darauf kam auch der Rufbus –  ein Kleinbus. Zügig brachte er die Fahrgäste zum Ziel. Hier konnte bei Kaffee und Kuchen über den Bedarfsverkehr aufgeklärt und diskutiert werden. Bereits um 13:55 war die Rückfahrt vorgesehen.

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An der Haltestelle musste jedoch etwas länger auf den Kleinbus gewartet werden. Nach dem Buchungsanruf hatte ein anderer Fahrgast noch eine Fahrt im Bereich Bodenmais angemeldet. Zwangsläufig verschob sich die Abfahrtzeit in Arnbruck um etwa 20 Minuten. Die Rufbuszentrale konnte das den Damen nicht mitteilen, da sie nur über die Festnetznummer verfügte, über die die Fahrt angemeldet wurde. Über eine Mobiltelefonnummer hätte eine Information erfolgen können. Die Busfahrerin klärte freundlich über den Vorfall auf – alle Beteiligten, von der Rufbuszentrale bis zu den ausführenden Busunternehmen müssen noch Erfahrungen sammeln. Zurück am Blossersberger Dorfplatz war man sich einig, dass das System einfach ist und die Damen es öfters nutzen wollen.  Da einige selbst nicht Auto fahren, können sie mit dem Rufbus kostengünstig interessante Ziele erreichen oder auch Freunde und Verwandte besuchen. Ab September ist es sogar im gesamten Landkreis möglich. Aber – ohne Anruf fährt der Rufbus nicht.

(Fotos: Schlüter)